Wenn ich ehrlich bin, habe ich den analogen Teil der Fotografie komplett übersprungen. Nicht, weil ich kein Interesse daran hatte, sondern weil mir die analoge Fotografie damals schlicht zu teuer war. Die Kosten für Filme, Entwicklung und Abzüge waren für mich einfach eine Hürde.
2017 bin ich dann einem kleinen Irrglauben erlegen: Ich dachte, mit einer Spiegelreflexkamera kann man automatisch richtig gute Fotos machen. Also musste eine Kamera her. Meine erste Wahl fiel auf eine gebrauchte, günstige Sony A290.
Was soll ich sagen? Die Kamera konnte viel – aber die guten Bilder musste trotzdem ich machen.
Seitdem bin ich unterwegs auf einer Reise, die bis heute nicht beendet ist: Lernen, ausprobieren, scheitern, neu versuchen und manchmal tatsächlich ein Bild machen, bei dem ich denke: „Ja, das hat funktioniert!“
Am Anfang dachte ich noch: Wenn ich erst einmal Blende, Belichtungszeit und ISO verstanden habe, dann geht es los. Motiv suchen, Kamera auspacken, einstellen – und *bäm*, Foto der Woche.
Die Realität war natürlich etwas anders. Aber genau das macht für mich den Reiz aus.
Wenn du mich fragen würdest, warum ich fotografiere, ist die Antwort ganz einfach:
**Weil es verdammt viel Spaß macht!**
Fotografie ist für mich der perfekte Ausgleich zum Alltag. Ein Bereich, in dem es nicht nur eine richtige Lösung gibt. Es geht ums Entdecken, ums Ausprobieren und darum, die Welt mit offenen Augen wahrzunehmen.
Einer meiner wichtigsten Gedanken dabei begleitet mich ständig:
**„Alles ist ein Motiv – ich muss es nur richtig in Szene setzen.“**
Denn spannende Bilder verstecken sich überall. Es kann das besondere Licht an einem kalten Wintertag sein, wenn ich mein Cabrio für das perfekte Foto in die eisige Landschaft stelle. Oder der kleine Kosmos direkt vor meinen Füßen, den man im Alltag oft übersieht.
Die Welt ist voller Motive. Man muss nur anfangen, sie zu sehen.
## Der Zehnkämpfer hinter der Kamera
Wenn ich meine Art zu fotografieren beschreiben müsste, würde ich mich – frei nach dem ehemaligen Zehnkämpfer Frank Busemann – so nennen:
**Ich kann alles, aber nichts richtig.**
Und genau das ist für mich kein Nachteil, sondern der größte Spaß an der Fotografie.
Ich möchte mich nicht auf ein einziges Genre festlegen. Die Vielfalt ist es, die mich fasziniert. Die Fotografie bietet so viele Möglichkeiten, dass ich gar nicht verstehen kann, warum man sich freiwillig nur auf eine Disziplin beschränken sollte.
(Okay, eine Ausnahme gibt es: Portraits überlasse ich lieber anderen. Menschen fotografiere ich deutlich lieber, wenn sie nicht gerade vor meiner Kamera stehen müssen.)
Wie ein Zehnkämpfer zwischen verschiedenen Disziplinen wechselt, bewege ich mich auch fotografisch gerne durch unterschiedliche Bereiche:
**Natur & kleine Wunder**
Vom winzigen Detail in der Makrofotografie bis hin zu großen Landschaften mit besonderer Stimmung.
**Zu Hause & in der Stadt**
Kreative Tabletop-Aufnahmen am Küchentisch, Architektur, Strukturen und das spannende Zusammenspiel von Licht und Schatten.
**Wenn die Sonne verschwunden ist**
Langzeitbelichtungen, die Milchstraße, Nachtaufnahmen und Lightpainting – die Dunkelheit eröffnet eine ganz eigene fotografische Welt.
Dabei geht es für mich nicht darum, die teuerste Ausrüstung zu besitzen. Viel wichtiger sind Ideen, Neugier und die Lust, etwas auszuprobieren. Technik gehört natürlich dazu und macht Spaß – aber sie ist nur ein Werkzeug.
Das wichtigste bleibt: sehen, gestalten und Freude daran haben.
## Warum dieser Blog?
Auf **blomy.de** und in meinem Podcast möchte ich dich auf meiner fotografischen Reise mitnehmen.
Hier findest du nicht nur fertige Bilder aus den letzten Jahren, sondern auch einen Blick hinter die Kulissen. In meinen **Making Ofs** und meinem **Fototagebuch** zeige ich, wie meine Bilder entstehen – mit Ideen, Experimenten, Umwegen und manchmal auch mit den Geschichten, die hinter einem Foto stecken.
Ich möchte zeigen, dass gute Bilder nicht nur mit Profi-Ausrüstung entstehen. Oft reicht es, neugierig zu sein und die eigene Umgebung einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Vielleicht inspiriert dich das, selbst zur Kamera oder zum Smartphone zu greifen, Neues auszuprobieren und deine Welt mit anderen Augen zu sehen.
Schau dich gerne um, hör in den Podcast rein und vor allem:
**Hab Spaß beim Fotografieren!**